Wertvolles zum Wiederverwerten

Schnippeln, häckseln, schneiden, reissen, zerkleinern und wieder zusammenfügen!

Montag, Mai 29, 2006

Das gibts nur bei uns Protestanten!

Kleiner Ausschnitt aus einem theologischen Essay:

"[...] Das ist auch gemeint mit der schwierigen Lehre von der Erbsünde. Den Begriff sollten wir besser vermeiden, weil er die Fehlauslegung von Ps 51,7 transportiert, der Geschlechtsakt übertrage die Sünde (Man kann sich dabei allerlei holen, aber nicht die Sünde).[...]"

oder

"[...]Auch das strenge Denken ist eingebettet in eine Kultur, die einerseits gewachsen ist und andererseits keineswegs einfach nur subjektiv (was in der Regel eine milde Umschreibung ist für ein regressiv-infantiles "ich seh das aber so- motz, maul...").[...]"

oder

"[...]Danach geht es um die Geburt Christi: Derselbe ist in Ewigkeit aus dem Vater geboren (man lasse sich das auf der Zunge zergehen: eine ewige Geburt, und dazu noch aus dem Vater, nicht aus der Mutter), derselbe am Ende der Zeit aus Maria, der Gottesgebärerin (auch dieser Begriff hat es in sich).[...]"

Quelle:
Dogmatik im Grundriß
Prof. Dr. Maurer, Uni Dortmund

Sonntag, Mai 28, 2006

Ist Arroganz angeboren?

Aus einem (sehr alten) Tagebuch:

"[...] Gleich kommt unser Pastor. Ich weiss nicht genau, was ich von ihm halten soll, er ist ein alter Schleimer. Als er mich letztens Lucky genannt hat, habe ich ihn korrigiert, er möge mich Larissa nennen. Hoffentlich merkt er sich, daß er bei mir keine Sonderrechte hat, auch wenn ich mit seinem Bruder in der Band bin. [...]
Jetzt ist unser Pastor da. Scheiße. Jetzt schleimt er schon. Im 3. Satz. Hoffentlich muß ich mich nicht dazusetzen. Der soll bloß nichts über mich erzählen, als ob er mich kennen würde.[...]"

Montag, Mai 22, 2006

Personenschaden

Der warme Sommerregen arbeitet sich schwerfällig die großen, zerkratzten Fenster hinunter. Einige Tropfen sind dicker, schwerer, und können ihre Aufgabe schneller bewältigen als die kleinen Tropfe, welche sich mit viel Mühe den beschwerlichen Weg die Glasscheibe hinunter kämpfen müssen. Plötzlich ein deutlich wahrzunehmender Aufprall, ein Widerstand, plötzlich, und schnell wieder vorbei.
Als ich wieder aus dem Fenster schaue, hat es aufgehört zu regnen. Der Himmel bricht auf. Ein Regenbogen streckt seinen Körper weit aus über die blaue, übriggebliebene Welt.

Sonntag, Mai 21, 2006

Wer suchet, der findet - Mt 5, 7-8

Google ist die prominenteste Suchmaschine der Welt. Wer die richtigen Suchbegriffe hat, findet mich. Genau genommen meinen Blog.
Eigenartig, was manche Menschen so alles googlen. Und noch eigenartiger, dass sie damit auf meine Seite weitergeleitet werden: „Gartenbelag“, „Hasenscharte + Witze“, „Bier + Diät“ sowie „Entjungferung“ sind nur vier der vielfältigen Begriffe, die es anscheinend wert sind, ergoogelt zu werden.
Momentan wächst bei mir die Überlegung, meine wertvolle Propaganda durch weitere „Keywords“ noch prominenter werden zu lassen: „Hausfrauen + Videoaufnahmen“, „SMS + kostenlos“, „Britney Spears + billig“. Mal sehn, obs klappt.
Übrigens: Mein persönlicher Favorit ist „Gewaltvideo“. Lief zwar diesmal nicht über Google, sondern über AOL, sollte aber trotzdem erwähnt werden. Standort des Suchenden: Berlin-Tegel.

Montag, Mai 15, 2006

Sie sind überall

Ich bin heute in die Falle getappt. Am Dortmunder Hbf. Hätt ich mal die Augen besser aufgehalten:
Er: Ach, lang nicht gesehen, na, alles klar? Ich komm grad von meiner Uni. War schon seit zehn heute morgen da, superlanger Tag.
Ich: Ja, ich auch.
Er: Aber eigentlich ist der Montag bei mir ja auch viel länger. Und außerdem mache ich ja jetzt Zwischendiplom.
Ich: Aha.
Er: Ja, Werbeanzeigen für Firmen entwerfen. Im Gegensatz zu allen Anderen hab ich`s voll einfach. Die Firma die ich vorstelle gibt’s nämlich nicht.
Ich: Dafür haben alle Anderen einen Praxisbezug und Ansprechpartner in der Wirtschaft, oder irre ich mich da?
Er: Ja, nee. Ich hab ja auch ´nen Ansprechpartner, die Firma gibt es, aber das ist, naja, schwer zu erklären.- Na toll, jetzt noch Zug fahren. Ich zahl jeden Monat 100 Euro fürs Ticket. Wenn man mal meine Semestergebühren und alles zusammenrechne, ist das ja auch schon ein bisschen mehr.
Ich (nun hektisch die Gleise nach dem heranschleichenden Zug abscannend): Aha.
Er: Ja, so 700€ im Monat, das ist schon etwas. Und dann noch Auto und so jeden Monat. Aber meine Eltern sagen ja „Junge, das geht klar.“ Dann kann man ja auch mal mehr ein bisschen mehr aufn Tisch legen, was meinst du?

„Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ aus dem Hessischen Landboten konnte ich leider nicht mehr zitieren. Ich hatte mehr Glück, der Zug kam und legte einen Schleier über den eventuellen Ausgang dieses Gesprächs. Ich bitte, mit triefender Nase und bettelnd auf Knien, um Tipps und Anregungen, wie man Dummschwätzern, Großmäulern und Kleinschwänzen wie diesem Angeber erfolgreich und dauerhaft aus dem Weg gehen kann, ohne später von einem über[tunte]n VW Polo überrollt zu werden.

Sonntag, Mai 14, 2006

Müsli mit Milch

"Lebensaufgabe in Jerusalem"- titelte unsere Zeitung vor ein paar Tagen. Da ich bei einem fixen Frühstück nur die Schlagzeile -und zudem auf den Kopf- gelesen habe, fehlen mir weitere Informationen zu diesem Artikel. Allerdings- hieß "Lebensaufgabe in Jerusalem" jetzt: Eine neue, das Leben über dauernde Aufgabe? Oder doch etwa: Ende am Gelände in Jerusalem? Aufgabe des Lebens?
Lebensaufgabe- ein Homonym? Oder doch eine Verwandschaft zwischen diesen beiden Beudetungen?
Die Ortsangabe Jerusalem hilft ja nun auch nicht wirklich weiter. Da ist nämlich auch beides möglich.

Donnerstag, Mai 11, 2006

Bopper

Zuviel Gequatsche übers Alt werden. Alt? Nee. Irgendwie anscheinend noch Teenager. Wie ich drauf komme?

Ich habe ein Gewaltvideo auf meinem Handy.

Dienstag, Mai 09, 2006

Bush spricht mit Merkel nicht als Frau

US-Präsident Bush hat sich für die ARD-Sendung „Sabine Christiansen“ über sein Verhältnis zu Kanzlerin Angela Merkel geäußert.

Bush sagte: „Wenn ich mit Angela spreche, habe ich nicht das Gefühl jetzt mit einer Frau zu sprechen. Das ist keine Kategorie. Nein, da sitzt ein starker Charakter, ein zuverlässiger Mensch vor mir, der klar denken kann und mit mir gemeinsam Strategien entwickeln kann.“

(Reuters)

Quelle: http://focus.msn.de/politik/ausland/zitat_nid_28626.html

Montag, Mai 08, 2006

Frauen fragen- Männer antworten

Soll auch Euch nicht vorenthalten werden.

Wieso spart ihr am Friseur?


- Das liegt an unserem Verständnis von Marktwirtschaft: Um dem Friseur nicht die Möglichkeit zu geben, uns die Preise so zu diktieren wie den Frauen, verknappen wir einfach die Nachfrage an absurd teuren Haarschnitten. Wir gehen seltener hin oder zur billigeren Konkurrenz, solange, bis auch der Szene-Coiffeur uns großzügige Rabatte gewährt.

Warum braucht ihr zwei Tage, um auf eine SMS zu antworten?


- Wenn es die Richtige ist, brauchen wir keine zwei Minuten für die Antwort: Hart aber wahr: Wer zwei Tage braucht, hatte zwei Tage lang was Besseres zu tun.

Wie kann man sich eigentlich eine Frau „schöntrinken“?


- Glas für Glas reduziert man seinen internen Prozessor um ästhetische, intellektuelle und sozial vernünftige Funktionen auf die allernotwendigsten genetisch vorgeschriebenen Tools. Ganz kurz vor „nacktes Überleben“ (Delirium totalis) kommt „sich schnell noch für den Fortbestand der Menschheit reproduzieren“ (Poppen fatalis), egal mit wem. Dann reicht die Anwesenheit eines einzigen weiblichen Chromosoms, egal ob dick, dumm, oder hässlich, und es kann losgehen- wenn’s noch geht.
- Man kann sich Frauen mit sechs Bieren schöntrinken.
- Da trinken doch meistens zwei miteinander, und vom genetischen Programm brauchen Männer zum Stichwort „Enthemmung zur Arterhaltung“ weniger Alkohol als Frauen.

Was ist eigentlich daran sexy, wenn Frauen in ihrer Bikinizone wie ein zehnjähriges Mädchen aussehen?



- Vielleicht die Filme, die sich Männer dazu im Kopf vorstellen.

Wie schafft ihr es, innerhalb kürzester Zeit eure Sachen in der Wohnung zu verteilen?



- Weil es „jage und sammle“ heißt und nicht „jage und sammle, und lege es sinnvoll arrangiert in ein Ikea-Regal mittlerer Preisklasse“.
- Das ist unsere Art der Reviermakierung. Hunde pinkeln an jede Ecke, wir verteilen unsere Sachen, und wir lassen auch mal eine Socke unter dem Bett der Frau liegen, damit ein anderer Mann gleich weiß, wer in diesem Bett das Sagen hat.

Warum betrügt ihr uns?



- Weil wir sechs Bier getrunken haben.
- Was ist denn betrügen? Ist es Fremdküssen? Der Akt? Oder schon der Gedanke an eine andere Frau? Und was ist besser: Wenn wir beim Sex mit Euch an eine andere denken, oder beim Sex mit einer anderen an euch?
- Höchstens aus Versehen.

Warum sieht eure Handschrift aus wie die eines Kindes?



- Wir haben als Kinder schreiben gelernt. Als wir größer wurden, kamen die Computer- und die Entwicklung unserer Handschrift zum Stillstand. Warum das bei Frauen anders ist? Sie haben früher Schönschrift geübt und brauchten viel länger als wir, um mit Computern klarzukommen.
- Mangelnde Übung. Was wir schreiben, schreiben wir mit dem PC. Außer natürlich so intime und persönliche Dinge wie Liebesbriefe- die schreiben wir gar nicht.

Was ist an Nicole Kidman erotisch?



-Ich finde nichts an Nicole Kidman erotisch. Sie sieht nach Stress aus. Hey, sie hat einen Kampfjetpiloten, den Bruder von Rainman und einen Cocktailmixer in die Arme von Scientology getrieben.
- Erotisch? Ich weiß nicht. Vielleicht, weil man bei ihr denkt, die hätte sowieso keinen Spaß am Sex oder Kopfschmerzen oder andere Ausreden- und da will man ihr als echter Kerl doch gern mal so richtig das Gegenteil besorgen.

Warum meint ihr, etwas von Musik zu verstehen?



- Weil wir unsere Plattensammlung erlegt haben wie früher die Mammuts. Habt ihr ja auch nicht gemacht, oder?
- Dass wir mehr von Musik verstehen, ist genetisch bedingt. Wie lässt sich sonst erkläre, dass alle großen Musiker Männer sind oder waren? Mozart, Beethoven, Bach, Lennon, Prince, Elvis, Dylan, Paganini, Coldplay, David Sylvian, van Morrison, Jimi Hendrix, Eric Clapton, David Bowie, Brahms…
- Weil man in JEDER Frauen-CD-Sammlung garantiert irgendeinen scheiß Tanzfilm-, Pferdeflüsterer-, oder Disney-Soundtrack findet.
- Wer macht die Mixkassetten, baut die Anlage zusammen und entwickelt Systematiken, wie die Sammlung zu sortieren ist? Außerdem kenne ich keine Frau mit einer CD-Sammlung wie meiner.

Wieso kümmert ihr euch nie um Verhütung?



- Weil wir nicht davon ausgehen, dass es heute Abend klappen könnte. Oh, klappt doch? Super!
- Tu ich ja, zwei Kinder im Moment sind erstmal genug.

Quelle: bym, Ausgabe 6/2006

Montag, Mai 01, 2006

Lethal injection into your varicose veins

Gestern habe ich mich von wenig Bier schnell betrunken und mich noch schneller außer Gefecht gesetzt. Den ganzen folgenden Tag hatte ich mit den Nachwirkungen zu kämpfen.
Heute Abend lag ich mit zwei anderen Mädels in einem Bett. Es kam zu keinem näheren Kontakt.
Nun sitz ich zuhause, tipp in den Mai. Ich freu mich jetzt schon auf mein Bett.
Gleich werde ich mich abschminken. Danach meine „Q-10-Anti-Faltencreme“ auftragen.

Mit eins durfte mich kein Junge küssen, nur mein Papa. Mit 11 durften mich alle Jungs küssen, nur nicht mein Papa. Mit 21 beschränke ich mich auf eine politisch korrekte monogame Beziehung.

Ich weiß nicht, ob mir der Rückblick auf meine letzten 24 Stunden besser gefällt als der Rückblick auf meine letzten 21 Jahre. Ich weiß nicht, ob mir der Blick auf die nächsten 24 Stunden besser gefallen wird als der auf die nächsten 21 Jahre.
Aber ich weiß, dass es schon spät ist und ich einfach zu alt für diesen Scheiß bin.

PS. Auch Du, Thorsten!
Alles Gute zum Geburtstag.