Wertvolles zum Wiederverwerten

Schnippeln, häckseln, schneiden, reissen, zerkleinern und wieder zusammenfügen!

Sonntag, April 30, 2006

Reingelegt

Und schon ist man -wunschlos- ein Teil dieses Systems geworden. Und wollte dabei doch nur anderen Menschen einen Gefallen tun.

http://www.du-gehoerst-zu-meinen-freunden.de/Larissa_839293.html

Donnerstag, April 27, 2006

nein

Schreiben. Wegmachen. Schreiben. Wegmachen. Schreiben. Korrigieren, zensieren. Durchlesen, unzufrieden. Wegmachen. Nicht denken, Sein. Korrigieren, funktionieren. Schreiben. Zufrieden? Egal. Funktionieren.
Hyperventilieren.

Montag, April 24, 2006

Schwanensee

Helle Aufregung am Freitag beim Gesundheitsamt Kreis Soest: einer der Schwäne aus dem Werler Kurpark steht unter Verdacht, an Vogelgrippe erkrankt zu sein. Was tun? Das anscheinend vor sich hin vegitierende Viech wird eingepackt und zum nächsten Veterinär "verschifft". Der gibt fast augenblicklich Entwarnung: Keine Vogelgrippe. Aber stockbesoffen und mit Riesenfahne. Schwan müsste man sein!

Samstag, April 22, 2006

Globalisierung

Es gibt ein neu abgemischtes Album von den Dire Straits!
Was mir recht egal sein kann, ist meinem Vater alles andere als egal. Und weil die CD hierzulande über 30€ kostet, kam er doch mal auf die fixe Idee, sich diese CD für 12€ in den USA zu bestellen.
Das Päckchen kam, und es kam -trotz dortiger Bestellung- nicht aus dem Land der unbeschränkten Möglichkeiten, sondern aus Neuseeland (fällt das eigentlich noch unter Outsourcing?). Ist ja egal, wo es herkommt. Hauptsache billiger als hierzulande. Nur die Aufschrift "Made in Germany" brachte mich zum Grübeln. Globalisierung? Die Götter müssen verrückt sein!

Sonntag, April 16, 2006

Impressionen





Freitag, April 14, 2006

Karfreitag

Diesen Tag muss sich ein Vegetarier ausgedacht haben, jedoch werden heute nicht nur Liebhaber toter Tiere, sondern auch Atheisten diskriminiert. Und was hat es für eine logische Konsequenz, am Karfreitag kein Fleisch essen zu sollen, am Ostersonntag dann jedoch den zarten Lammbraten (ein nur wenige Tage alt gewordenes, unschuldiges Tierchen) aufzutischen und ihn dann zu verschlingen?
Bei mir, der Theologiestudentin, (denn "als Studentin braucht man zu diesem Thema einen gesunden Abstand") gabs heute ein Salamibrötchen zum Frühstück. Frei von Lammfleisch (wahrscheinlich sogar aus 100% chemischen Abfällen) und gut für Geist und Seele. Und morgen dürft ihr Euch beim Frühstück auch davon überzeugen. Aber erst dann, denn: Heute ist Karfreitag!

Dienstag, April 11, 2006

Gesunder Geist in gesundem Körper

Könnte man jetzt als trendigen Wahlspruch des Dritten Reiches missverstehen, bezieht sich jedoch eher auf den Unterschied zwischen mir -der keimfreien Zone- und der verkrüppelten Gesundheit meiner Sippe. Unglaublich, dass ich nicht nur noch Arme, Beine und Augen habe, auch meine Organe sind (trotz Spenderausweises) noch komplett. Nur die Mandeln, die musste man mir (damals) nehmen. Und die hat sich witzloserweise wahrscheinlich dieser widerliche Kerl im Zug letztens ("Ja Muddi, sicher Muddi") unter den Nagel gerissen.
Ich fühle mich als Fossil. Das Einzige, welches von ständigen Krankenhausaufenthalten verschont bleibt. Während Brüder und Eltern nach und nach in regelmässigen Abständen sich schon montags die Trennkost für Freitag bestellen können, bleibe ich gesund und muss mir meine Mahlzeiten selber besorgen (Mensa) oder erkämpfen (nur noch zwei Schnitzel und mindestens drei andere Personen zuhause).
Langsam echt nervig. Keine Kopftätschler, wenig Aufmerksamkeit. Und wenn es jemanden gibt, der immer gesund ist, kann der ja auch gleich mal die Aufgaben des schwächelnden Glückskeks übernehmen, woh?
Gesund sein ist ätzend. Ein kleiner Virus sicherlich mal was Nettes. Mitleidige Blicke, "Gute-Besserung!"-Karten, Menschen, denen ich mit rotziger Nase von meinen "Wehwehchen" erzählen kann und anschließend höre: "Alles wird gut!", schlafen, sich im Bett räkeln, lesen, TV gucken.
Also, lieber bakterientriefender Pöbel! Morgen in der S-Bahn werden wir uns treffen! Meine Zunge wird für besseren Halt um eine Haltestangen gewickelt sein, mein Rachen weit geöffnet für angefangene, entsorgungsfähige Lutscher, Bonbons und Kaugummis.
Und wenn ich mir diesen Gedankengang nochmals genau überlege, komme ich doch ins Grübeln. Nix da "Gesunder Geist in gesundem Körper".
Mein Problem ist gelöst!

Montag, April 10, 2006

In der 59er-Bahn nachts um 11

Szenerie: Die 59er Regionalbahn Dortmund-Soest.
Zeitpunkt: Etwa 22.30 Uhr, Wochenende. Es ist kalt, dunkel.
Ein leeres Abteil. Naja, fast leer. Ich sitz ja drin(Sonst könn ich ja grad nicht berichten, woh?). Und eine Bank weiter, schräg gegenüber dieser Kerl, der mir schon am Gleis so unangenehm aufgefallen ist. Andere Menschen mit seinen Handygesprächen zu unterhalten ist nämlich was Feines. Besonders, wenn man in jedem zweiten Satz "Is gut Muddi, ja Muddi, bis gleich Muddi" brüllt.
Nun ja. Ich sitze. Er sitzt. Und stopft sich gebrannte Mandeln in den Schlund. Und packt seinen Porno aus. Man könnte meinen, dieser Kerl leide an Alterskurzsichtigkeit. Wäre dann aber ein paar Jährchen zu früh dran. Bin auch froh, dass seine Männlichkeit im Zug auf sich warten lässt. Glotz, kau, tipp. Das Handy ist nämlich fast genauso interessant wie die Titten. In Holzwickede werde ich dann endlich erlöst, er steigt aus (na, wo auch sonst, außer eventuell Hörde, Aplerbeck oder Sölde, wo mich meine Mission tagtäglich sonst noch so lang führt).
Endlich! Kein schrill piependes Handy, kein lautes, matschiges Geschmatze. Keine Titten und keine Schwänze. Ich bin alleine.
Naja, fast.
Der Schaffner kommt. Lässt sich auf den gerade freigwordenen Platz nieder. Gerade sehe ich noch, wie das zurückgebliebene Schmuddelheftchen unter seinem Jackett verschwindet. Dann verschwindet der Schaffner auch schnell wieder. In sein Kabuff. Und ich bin wieder alleine.

Dienstag, April 04, 2006

Germs are everywhere!

Gefährliche Erreger lauern überall. Besonders in der S-Bahn. Ich meine, wer saß noch nie neben einem unter Alkoholeinfluss stehendem Menschen ohne irgendwelche Anzeichen auf soziale Verhältnisse? Wer hatte dabei noch nie das mulmige Gefühl, dass die mühevoll aufgenommenen und herangezogenen Haustierchen dieser aufopferungsvollen Menschen auf einen überspringen, wenn man sich noch einen Zentimeter mehr auf seinem Platz in genau die falsche Richtung bewegt? Und diese Haustierchen sind wahrscheinlich nichtmal gegen die vorhin erwähnten bösen Erreger geimpft!
Eine ähnliche Sorge schien auch diese Frau X. aus D. (der Name ist der Redaktion nicht bekannt und wird aus Rücksicht auf die geschädigte Person auch nicht veröffentlicht) ergriffen zu haben. Das bereits angesabberte, wiederverwendbare Taschentuch um die keimfreie Hand gewickelt, stellte sie sich den in freier Wildbahn lebenden Bakterien. Dass sie ein Bundesrepublikflüchtling aus Duisburg war, ist trotz starker Vermutung nicht belegbar. Im Endeffekt übertreibt sie ja auch, schließlich ist die häufigste Todesursache in Deutschland ja immer noch der gut bewährte, alte Krebs.