Wertvolles zum Wiederverwerten

Schnippeln, häckseln, schneiden, reissen, zerkleinern und wieder zusammenfügen!

Mittwoch, November 29, 2006

Dagegen!

Ach, lieber Weihnachtsmann!
Früher warst Du noch lieb. Immer wenn ich mir zu Weihnachten etwas Bestimmtes gewünscht habe, schrieb ich das, was ich UNBEDINGT HABEN!!! wollte, auf meinen Wunschzettel. Anschließend lief ich zu meinen Eltern, die die Botschaft in den Kamin warfen, um ihn Dir möglichst schnell bis zum Nordpol zu schicken. Und -traaraa!- zuverlässig und pünktlich wie sonst nur Amazon wurde mein Wunsch am Heiligabend erfüllt.
Jaja, früher. Da, wo noch alles gut war.
Heute habe ich nur einen Wunsch. Ich muss gestehen, den hatte ich letztes Jahr auch schon, wenn auch noch nicht so ausgeprägt und sehnsüchtig wie heute. Das ganze Jahr über habe ich brav meinen Teller aufgegessen, mein Zimmer aufgeräumt und selten jemanden verpetzt. Dafür möchte ich belohnt werden. Es geht um eines der größten Übel der neuen Zivilisation. Es geht um Handys mit Lausprecherfunktion.
Seit diese kleinen Telefonierdinger zu trendigen Alleskönnern mutiert sind, finde ich nirgends mehr Ruhe: auf der Straße, im Wald, in der Bahn, ja, sogar auf öffenlichen Toiletten werde ich von ihnen und ihren meist (spät)pubertären Besitzern verfolgt!
Haben diese Leute sich schonmal im Spiegel angeschaut, wie dämlich es aussieht, in einer Hand sein Handy zu halten und mit der anderen Hand auf seinem Oberschenkel im Takt mitzuklopfen? Oder haben diese Ohrfaschisten mal auf die Qualität der Musik gelauscht, die laut scheppernd aus den kleinen Geräten kommt? Das hält doch kein Mensch aus! Und wer hat mich eigentlich gefragt, ob ich das alles mitbekommen möchte? Wer hat mich gefragt, ob mir die Musik gefällt, die da rausplatzt? Und wieso kommt es mir schon fast wie eine Mutprobe vor, diesen Leuten zu sagen, sie sollen ihr blödes Dingen gefälligst ausschalten?
Gestern im Zug zum Beispiel: eine Horde Halbstarker amüsiert sich. Irgendwann zieht einer von ihnen sein Handy aus der Tasche, spielt laustark Musik ab (nein, R'n'B kann man nicht schönsaufen). Der Zug ist brechend voll, Feierabendverkehr. Die Musik dröhnt durch den Anhänger. Der Speicherplatz muss sehr beschränkt sein, das Lied spielt immer etwa 20 Sekunden an, hört auf, und wird wieder, wie an einer Schnur, aufgezogen, abgespielt. Ich schaue mich um. Genervt Gesicher überall. Gelegentlich ein kleines, angekotztes Stöhnen. Die Musik beginnt von vorne. "Ey cool, Alter, voll der geile Scheiss ey." Schepperschepper. Der Mann im mittleren Alter, der im ihnen nebenan sitzt, ignoriert sie vollkommen (was an sich eine absolute Lüge ist, diesen Krach KANN man nicht ignorieren!). Alle anderen tun es ihnen nach.
Und warum?
Jedem ist es klar, keiner spricht es aus. Es könnte ja sein, dass man höflich darum bittet, das Dingen auszuschalten, und dann reagiert keiner. Oder noch schlimmer: Irgendjemand überreagiert und man steht wie der letzte Depp da. Aber hey, Zivilcourage kennt in diesem Land sowieso keiner mehr. Und warum verdammt nochmal sollte ich mich drum kümmern, wenn es auch noch andere Leute um mich herum gibt?
Aber es gäbe natürlich keine Moral von der Geschicht ohne Wendepunkt. Und um mich in dieser Geschichte nicht ganz dämlich dastehen zu lassen (jaja, ich kann die Kommentare schon wieder lesen), und weil ich noch etwas länger in diesem Zug sitzen musste, erbat ich dann auch irgendwann den himmlischen Frieden. Die anschließende, weitere Ignoranz der Umwelt war mehr ein Grund mich zur Weißglut zu treiben als das eigentliche Problem. Warum sollten sie sich ja auch drum kümmern wenn ich es schon tue?
Ach ja, lieber Weihnachtsmann, ein Fabrikationsfehler all dieser Modelle- das wäre zu Weihnachten ein Traum! Plus vorzeitigen Akkuverfall bei denen, die deutschlandweit (deutschland-, ja sogar weltweit! Das muss man sich mal vorstellen!) im Umlauf sind. Ich würde Dir auch verzeihen, dass Du diesen Wunsch bereits letztes Jahr vollkommen ignoriert hast. Vielleicht hattest Du ja selbst die Musik zu laut. Und wenn wir schon grade dabei sind, kann ich Dir auch schonmal ins Ohr brüllen, was ich mir für nächstes Jahr wünsche:
Ein wenig ZIVILCOURAGE!




P.S. Die Bitte war übrigens erfolgreich. Himmlische Ruhe auf dem Rest meiner Zugfahrt.

Donnerstag, November 23, 2006

Unterhaltsames

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Besonders nett:Titten häckseln und Fäkalien zerkleinern.Was das mit meiner Seite zu tun hat, ist mir unklar. Auch, ob es sich hier um ein und dieselbe, wissbegierige Person handelt.Aber auf jedem Fall zum im Auge behalten!


P.S. Die "Top 20 Suchworte":

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Dienstag, November 21, 2006

Schmerz, lass nach!

Aus dem Jüdischen Museum Berlin.

Klingt ein wenig nach Tupperparty.